Altmannsgrün (bei Treuen) - die Heimat meiner Vorfahren

Altmannsgrün (bei Treuen) ist ein typisch vogtländisches Dorf. Es besteht bereits mehr als 670 Jahre. Und die ersten Bewohner, die in Familien-Stammbäumen auftauchen, findet man vor 1500.

Das Dorf war landwirtschaftlich geprägt. In der Zeit zwischen 1924 und 1944 gab es 3 Mühlen, 2 Bäckereien, 1 Materialwarenhandlung sowie zahlreiche Landwirte und Stickmaschinenbesitzer.

 

Die Einwohnerzahlen gingen im Laufe der Zeit immer mehr zurück.

1924          520 Einwohner

1928          507 Einwohner

1934          476 Einwohner

1944          430 Einwohner

 

2010          330 Einwohner

 

Zur Zeit ist Altmannsgrün ein Ortsteil der Stadt Treuen.

 

Adressbuch Altmannsgrün 1924

 

Adressbuch Altmannsgrün 1928

 

Adressbuch Altmannsgrün 1934

 

Übersicht von Altmannsgrün

(nach Google Maps)

In den Adressbüchern von 1924 bis 1944 galten die blauen Hausnummern.

 

 

Mein Urgroßvater Karl Friedrich Horlbeck (1834 - 1908) besaß ein Bauern-Gehöft (A) am östlichen Rand von Altmannsgrün.

Von seinen 12 Kindern haben leider nur 5 überlebt.

 

Sohn Richard Horlbeck, geb. 1873, übernahm das väterliche Gut als Landwirt, später bewirtschaftete dessen Sohn Ewald Horlbeck, geb. 1904, das Anwesen.

 

Sohn Hermann Horlbeck (1877 - 1963) erbaute auf einem benachbarten Grundstück (B) um 1902 ein Haus für seine Familie. Er war Stickmaschinenbesitzer und arbeitete für eine Firma in Plauen. Später lebte mein Vater Artur Horlbeck (1909 - 1981) mit uns dort.

 

Ein weiterer Sohn Emil Horlbeck, geb. 1875, war ebenfalls Stickmaschinenbesitzer. Er baute auf dem Grundstück direkt neben dem Bauern-Gehöft (C) sein Haus für seine Familie.

 

Von seinen 7 Söhnen wanderten 4 in den Jahren 1923 bis 1928 nach Amerika aus:

Alban Horlbeck (1898 - 1960) im Jahr 1926,

Alfred Horlbeck (1900 - 1983) im Jahr 1923,

Erich Horlbeck (1904 - 1975) im Jahr 1925 und

Walter Horlbeck (1907 - 1975) im Jahr 1928.

Sie ließen sich in den Bundesstaaten New Jersey und New York nieder, wo ihre Nachkommen heute noch leben.

 

Sohn Konrad Horlbeck (1910 - 1992) übernahm das elterliche Anwesen und arbeitete als Tischlermeister.

 

Im "Statistischen Handbuch der Landwirtschaft des Königreiches Sachsen" von 1878 findet sich folgender Eintrag über den Ort Altmannsgrün.

Hier sind auch die Gutsbesitzer des Ortes und die Größe ihrer Anwesen auf geführt.

Meinem Urgroßvater Karl Friedrich Horlbeck gehörte zu dieser Zeit ein Anwesen von 23, 2 Hektar.